Analkrebs Früherkennung: Bedeutung der Hochauflösenden Anoskopie

Analkrebs ist insgesamt eine seltene Erkrankung, kann jedoch bei bestimmten Risikogruppen deutlich häufiger auftreten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV).

Im Rahmen der Analkrebs Früherkennung können bereits frühe Vorstufen erkannt werden. Diese sogenannten analen Dysplasien (AIN/HSIL) entwickeln sich über Jahre und lassen sich in vielen Fällen rechtzeitig diagnostizieren und behandeln, bevor ein Analkarzinom entsteht.

Die wichtigste Methode zur gezielten Diagnostik ist die Hochauflösende Anoskopie (HRA Untersuchung).

Jackenständer im Flur vom Colomedicum in Hamburg

HPV Screening: Wer sollte eine HRA Untersuchung durchführen lassen?

Ein erhöhtes Risiko für HPV-assoziierte Veränderungen im Analbereich besteht insbesondere bei:

  • Menschen mit HIV, insbesondere Männern, die Sex mit Männern haben (MSM)
  • Frauen mit HPV-bedingten Dysplasien oder Karzinomen im Bereich von Gebärmutterhals, Vagina oder Vulva
  • Frauen mit persistierendem Hochrisiko-HPV, insbesondere HPV-16
  • Personen mit wiederkehrenden oder ausgeprägten Feigwarzen (Condylomata acuminata)
  • Menschen mit Immunsuppression (z. B. nach Organtransplantation oder unter Dauertherapie)
  • Patientinnen und Patienten mit bereits diagnostizierten analen Dysplasien

Für diese Gruppen empfehlen medizinische Leitlinien ein gezieltes HPV Screening bzw. eine strukturierte Analkrebs Früherkennung.

Anale Dysplasien im Rahmen des HPV Screenings

Bei einer anhaltenden Infektion mit Hochrisiko-HPV können sich Zellen der Analschleimhaut verändern. Im Rahmen der Diagnostik unterscheidet man: LSIL (niedriggradige Veränderungen) HSIL (hochgradige Veränderungen, mögliche Vorstufe eines Analkarzinoms) Wichtig: Nicht jede Dysplasie entwickelt sich zu Krebs. Entscheidend sind die frühe Erkennung im Rahmen der Analkrebs Früherkennung, die korrekte Einordnung und gegebenenfalls eine gezielte Behandlung oder Verlaufskontrolle.

Hochauflösende Anoskopie (HRA Untersuchung) im Colomedicum

Im Colomedicum bieten wir die Hochauflösende Anoskopie (HRA Untersuchung) als spezialisiertes Verfahren zur Diagnostik von HPV-assoziierten Veränderungen an. Die Methode ist vergleichbar mit der Kolposkopie in der Gynäkologie. Der Analkanal wird unter starker optischer Vergrößerung untersucht. Durch die Anwendung einer verdünnten Essigsäurelösung werden auffällige Areale im Rahmen des HPV Screenings besser sichtbar.

Ablauf der HRA Untersuchung

Die Hochauflösende Anoskopie erfolgt in mehreren Schritten:

Klinische Untersuchung
Inspektion und vorsichtige Tastuntersuchung der Analregion

Endoskopische Beurteilung
Einführung eines kleinen Anoskops

Untersuchung der Schleimhaut unter starker Vergrößerung

Anwendung von Essigsäure zur besseren Darstellung auffälliger Areale

Weiterführende Diagnostik
Bei Bedarf gezielte Biopsie zur feingeweblichen Abklärung

Ziel der HRA Untersuchung ist nicht nur die frühzeitige Diagnose eines Analkarzinoms, sondern vor allem die Erkennung und Behandlung von Vorstufen in einem gut therapierbaren Stadium. Bei erhöhtem Risiko kann eine regelmäßige Kontrolle im Rahmen der Analkrebs Früherkennung sinnvoll sein.

Für wen ist ein HPV Screening oder eine HRA sinnvoll?

Eine Beratung zur Hochauflösenden Anoskopie und zum HPV Screening empfehlen wir insbesondere bei:

  • HIV-Infektion
  • HPV-bedingten Dysplasien oder Karzinomen im Genitalbereich
  • Persistierendem Hochrisiko-HPV (insbesondere HPV-16)
  • Wiederkehrenden analen oder genitalen Kondylomen
  • Anderweitig erhöhtem Risiko für HPV-assoziierte Erkrankungen

Die Notwendigkeit und das Intervall der Untersuchung richten sich nach dem individuellen Risikoprofil.

Kosten der HRA Untersuchung

Die Hochauflösende Anoskopie (HRA Untersuchung) ist leider nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Abrechnung erfolgt daher als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) bzw. Selbstzahlerleistung nach GOÄ.

Eventuell notwendige histologische Untersuchungen (Biopsien) werden separat berechnet.

Termin zur Analkrebs Früherkennung im Colomedicum

Wenn bei Ihnen eine HPV- oder HIV-Infektion bekannt ist oder bereits HPV-assoziierte Veränderungen vorliegen, beraten wir Sie gerne zur Sinnhaftigkeit einer HRA Untersuchung im Rahmen der Analkrebs Früherkennung.

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